Sweat baby sweat beim BIKRAM YOGA

Winterzeit – wenn kühle (heuer ja eiskalte) Temperaturen, Eisesglätte und dichter Nebel eigentlich die Couch verlockend scheinen lassen, dann ist die beste Zeit auch mal geliebte Alternativsportarten wie Yoga intensiver zu üben. Und weil’s draußen gar so grauslich ist, fand ich es heuer wieder mal sehr verlockend öfters die „Hot Hall“ (dazu später mehr) des Bikram Hot Yoga Graz aufzusuchen.

Ich finde ja jeder mehr oder weniger motivierte Läufer, Radfahrer, Schwimmer und Triathlet sollte Bikram Yoga mal ausprobieren.

Denn wie auch andere Ausgleichs-sportarten wie Skilanglauf oder Crosslauf, trainiert Yoga deine Muskulatur, pimpt in  dein Immunsystem in den heiklen Monaten, pusht deine Beweglichkeit und Sauerstoff-aufnahme und schenkt Flexibilität und was aber vielleicht sogar das Wichtigste ist – es tut auch viel für deinen Kopf. Es gab in den letzten beiden Wochen, wo ich wieder regelmäßiger zum Bikram Yoga gegangen bin, Klassen, in denen mir die 90 Minuten großartig erschienen sind und es mir super ging. Und es gab auch Klassen, in denen ich wahlweise aus dem Hot Room rennen wollte oder den/die nervige Studentin neben mir (die vielleicht gar nichts dafür konnte) mal „in den Schwitzkasten“ nehmen wollte. Aber der Erfinder, Bikram Choudhury, selbst soll über sich mal gesagt haben „bengal tiger strength and english bulldog determination“. Und das Beste an den beiden ist: sie ernähren sich ausschließlich vom inneren Schweinehund.

Was ist „Bikram Yoga“? –
Darunter versteht man eine Serie von 2 Atemübungen (sogenannten Pranayamas) und 26 Körperübungen (Asanas), die in der bereits oben erwähnten „Hot Hall“ absolviert werden. Diese „Hot Hall“ hat idealerweise 40°C und 40% Luftfeuchtigkeit, dh schitzen tut man ab der ersten Minute weg. Und die gesamte Klasse dauert 90 Minuten lang. Immer und überall! Denn die von Bikram Choudhury erfundene Abfolge und nach ihm benannte Yogastil ändert sich nicht. Die Abfolge der Pranayamas und Asanas ist immer gleich, egal ob man eine Klasse 5- oder 500-Mal besucht. Und egal ob man sie in Graz, Berlin oder New York besucht. Das einzige was sich garantiert ändert?! Ja das ist man selbst und sein Körper, egal in welchem Zustand (also trainiert oder untrainiert, flexibel oder unflexibel).

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das Immunsystem wird durch die Hitze gestärkt und das lymphische System wird stimuliert. Grippe ade! 😉 Die 40°C in der „Hot Hall“ machen den Körper beweglich und geschmeidig, die Muskeln/Sehnen/Bänder/Faszien werden gelockert. Und durch die angeregte Durchblutung werden die Muskeln und Knorpeln wieder besser mit Nährstoffen versorgt. Das Verletzungsrisiko sinkt, weil der Körper wieder lernt die beiden Muskelfunktionen wieder auszuüben: sich zusammen zu ziehen und sich zu dehnen.Und dank der hohen Luftfeuchtigkeit im Raum fühlt man sich zwar wie ein Bächlein in den Alpen, der Schweiß rinnt unablässig aus allen Poren – aber das positive daran: es kühlt und trainiert die natürliche Temperatursteuerung des Körpers, dh heiße Lauf- oder Triathlonbewerbe im Sommer? Immer her damit! 😉 Noch dazu durch das konzentierte und bewusste Atmen wird das zentrale Nervensystem beruhigt, das Herz und der Blutkreislauf gestärkt und die alte verbrauchte Luft kommt – spätestens beim Kabalabahit Breathing (Feueratmumg) – raus aus der Lunge. Der ständige Wechsel zwischen den 26 Positionen, die manchmal ziemlich anstrengend sein können und der kurzen Pause danach, wirken wie ein Intervalltraining.

Tja, wer jetzt noch immer nicht überzeugt ist, muss es einfach selbst probieren:

am besten unter info@doyoga.at anmelden oder 30min vor den Klassen im Studio vorbeischauen.

Mitzubringen: Yogamatte, großes Handtuch oder ein sogenanntes Yogatowel (mein Lieblingstowel,  yogitowel deluxe von Yogistar).
Dann mit möglichst wenig Bekleidung, also Badehose/Hot Pant und/oder Bikini oder ein Sport-Bra so wie mein Oberteil (Kona Triathlon Bra von Airofin Athletic, für die ich übrigens seit 2015 Ambassador bin).

Noch ein paar gute Tipps: Komm gut hydriert, dh am besten die Stunden davor gut trinken. Bei der Morgenklasse halt vielleicht schon am Vorabend. Und nimm dir eine Wasserflasche mit für die Klasse, du kannst sie auch im Studio auffüllen lassen. Du solltest am besten 2 Stunden vor der Klasse nichts essen. Deshalb liebe ich Morgenklassen so – das Frühstück wird einfach nach hinten verlegt, Intermittend Fasting ohne groß überlegen zu müssen 🙂 Für danach dann am besten noch ein zweites Handtuch, Duschzeug UND evtl eine zweite Unterhose.  Jetzt nicht lachen! 😉  Aber Fakt ist: deine die du davor an hattest, ist klatschnass!

Die erste Klasse ist eh nur mal rein zum Kennenlernen. Komm rein, fühl dich willkommen, mach mit so gut du kannst. Gib deinen stressigen Alltag usw am Schuhregal vorm Yogastudio ab, du musst während der 90minütigen Klasse an nichts denken. Jede Asana, ja sogar jeder Atemzug wird dir angesagt und du kannst dich nur auf dich im großen Spiegel konzentrieren.

Meine drei Lieblingsübungen beim Bikram Yoga – kann ich nur jedem Läufer/Triathleten ans Herz legen:

Standing bow pulling pose / Dancers pose / Natarajasana

Der Tänzer, also das Asana des tanzenden Shivas, zählt zu den Balanceübungen und ist auch eine sogenannte Rückbeuge, bei dem die tiefen Rückenmuskeln ziemlich gefordert werden. Deine Benefits? Die Muskeln in den Beinen werden gestärkt, die Brust und Schultermuskulatur wird intensiv gedehnt, der Kreislauf wird aktiviert und die Konzentration sowie der Gleichgewichtssinn werden geschult.

Fixed firm pose / Supta Vajrasana


Im Deutschen, schlafender Diamantensitz genannt ist eine suuuuper Dehnung für die gesamte Vorderseite des Körpers. Die untere Wirbelsäule wird dabei gedehnt sowie die vorderen Oberschenkeln auf bis zum Hüftbeuger gestreckt – super für uns Läufer, in den Knien und Knöcheln wird Flexibilität aufgebaut und dort etwaige Kalziumablagerungen werden beseitigt.
Aber ACHTUNG: Bikram himself wird gerne zitiert mit „You can mess with the gods, but don’t mess with your knees“. Also vorsichtig rein gehen in die Übung, evlt anfangs noch auf den Unterarmen und nach einigen Bikram Klassen erst ganz den Oberkörper ablegen. Und anfangs evtl etwas Abstand zwischen den Knien lassen und wenn man öfter übt den Abstand verkleinern probieren.

Camel Pose / Ustrasana

Das Kamel ist – und wer mir auf Instagram folgt weiß das – eine meiner Lieblingsrückbeugen und Herzöffner im Yoga. Einerseits wird dabei die Wirbelsäule gedehnt und gestreckt, sowie die Brust- und Bauchmuskeln. Die Gesäßmuskeln sowie der Quadrizeps gestärkt, der Kreislauf wird auf 100% gebracht und der Atemfluss trainiert.

 

DANKE an Gabriela & Ulf vom BIKRAM HOT YOGA GRAZ fürs Fotografieren und mich regelmäßig zum Schwitzen bringen! 😉

Ich hoffe, ihr konntet einen Einblick ins Bikram Yoga erlangen und habt bei all den aufgezählten Vorteilen auch Lust bekommen, im Winter eure Flexibilität zu verbessern. Oder habt vielleicht Bikram Yoga schon probiert! Kommentiert doch nach Lust und Laune!

Namasté & see you in the hot hall!

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5 Kommentare zu „Sweat baby sweat beim BIKRAM YOGA

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